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Starke Marken im Web dank Social Media

Geschrieben von Anna Quinche am 22 Juli 2009. Posted in Studien, Social Media, Kommunikation

Nun ist es wissenschaftlich belegt: Marken, die im Umfeld von Social Media aktiv sind, steigern damit auch ihren finanziellen Erfolg im Web. Die besten Brands im Internet weisen gleichzeitig grosses Engagement auf Web-2.0-Plattformen wie Blogs, Twitter oder Facebook auf. Zu diesem Schluss kommen Analysten von Wetpaint und der Alitmeter Group in einem aktuellen Bericht über die Top-100 der internationalen Marken im Web, wie persoenlich.ch heute berichtet.
Dabei wurde untersucht, ob die jeweiligen Marken diverse Social-Media-Angebote einsetzen und dort präsent sind bzw. wie stark. Wie sich herausstellte, sind demnach jene Brands, die sich das so genannte Social Web intensiver zunutze machen insgesamt erfolgreicher als Marken, die das weniger oder gar nicht tun.
Natürlich sind die Daten mit Vorsicht zu geniessen. Der Zusammenhang zwischen Social-Media-Aktivitäten und finanziellem Erfolg lässt sich daraus herleiten, jedoch nicht mit Sicherheit nachweisen. Die Ergebnisse sprechen trotzdem eine deutliche Sprache: Grosse Brands verlegen ihre Kommunikation vermehrt ins Web und nutzen die neusten Instrumente für zielgruppenspezifische und kostengünstige Kampagnen. Das Social Web wird von diesen Firmen intensiv genutzt und ist fester Bestandteil ihrer Kommunikation geworden.
Alle andern müssen sich sputen: Es gibt keinen Grund, nicht im Social Web präsent zu sein. Kostengünstig, zielgruppenaffin und interaktiv kann nur im Web kommuniziert werden, daher sind diese Kanäle die optimale und immer mehr auch zwingende Ergänzung zur klassischen Kommunikation.
Starbucks ist übrigens die Marke Nummer eins unter den im Social Web aktiven Brands. Und bekanntlich hat es noch nie geschadet, den besten über die Schulter zu gucken. Hier geht’s zur Homepage von Starbucks.

Virtuelle Gefahr

Geschrieben von Anna Quinche am 17 Juli 2009. Posted in Social Media, Kommunikation, Klassische Medien

„Die Migros steht am Internetpranger“. So stand es in der Sonntagszeitung vom 12. Juli. Der Grund für diese virtuelle Lynchjustiz ist die Entlassung des langjährigen, kranken Migros-Mitarbeiters Peter Walser, über welche der Kassensturz berichtet hat. Im Anschluss an die Sendung meldeten sich auf dem Kassensturz-Blog Dutzende von Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern, die von ähnlichen Fällen erzählten. Die Migros wollte den einzelnen Fall nicht kommentieren, bestritt jedoch den Vorwurf, die Migros würde Arbeitsverhältnisse mit älteren Mitarbeitenden aus Kostengründen auflösen, um sie durch jüngere zu ersetzen. Damit ist die Geschichte aber nicht zu Ende. Nun wollen die Betroffenen per Internet Druck machen: Eine Gruppe Blogger plant eine Anti-MGB-Plattform (AMGB) aufzuschalten, um die Werte von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler aufleben zu lassen.
Jetzt ist die Migros gefordert: Hat sie Kenntnis über die Aktivitäten im Netz? Wie wird sie auf den virtuellen Angriff reagieren? Welche Macht können die Blogger mit der Anti-MGB-Plattform entwickeln, welche Schaden für das Unternehmen anrichten?
Nicht nur Riesen wie die Migros können durch unverhoffte Angriffe im Internet grossen Imageschaden erleiden. „Schädliche“ Meldungen über Produkte oder Dienstleistungen können sich von den betroffenen Firmen unbemerkt und sehr schnell im Netz verbreiten. Dieser Gefahr müssen sich Unternehmen heute bewusst sein. Und sich mit den geeigneten Massnahmen davor schützen.