Was ist denn jetzt mit Web Zwei Null?

Geschrieben von Anna Quinche am 10 August 2009. Posted in Studien, Social Media, Kommunikation

Noch kennen viele den Begriff Web 2.0 gar nicht – oder wissen zumindest nicht genau, was dahinter steckt – und schon soll er wieder veraltet sein. Social Media heisst  es jetzt stattdessen. Bezeichnet wird mit beiden Ausdrücken die selbe Sache, nämlich die Gesamtheit aller Internetangebote, die den schnellen Informationsaustausch, Vernetzung und gemeinsame Online-Projekte ermöglichen. Dazu gehören Blogs, Netzwerk-Plattformen wie Xing oder Facebook, weitere Online-Communities und Microblogging wie Twitter.

In der Schweiz ist Facebook zurzeit die Social Community schlechthin. Dazu wurden erstaunliche Zahlen erhoben: Mit 1.4 Millionen Accounts sind die Schweizer auf Facebook überdurchschnittlich gut vertreten, das sind nahezu 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Davon stattet jeder zweite User Facebook täglich einen Besuch mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 25 Minuten ab  (Quelle: Facebook international data, Mai 2009).

In Grossbritannien hat sich der enorme Erfolg von Facebook bereits auf den Werbemarkt übertragen. Jede fünfte Online-Displaywerbung wird dort auf Facebook geschaltet. In der Schweiz ist der Online-Werbemarkt im Vergleich zum Ausland vier bis fünf Jahre im Rückstand, Nachfrage steigend.

Social Media kann die klassische Kommunikation nicht ersetzen, sondern soll sie sinnvoll ergänzen. Immer mehr wird der optimale Kommunikationsmix zur Herausforderung für die Verantwortlichen von Unternehmen und Organisationen. Social Media bieten viele Möglichkeiten für ungewöhnliche PR-Aktionen. Mit Social Media können Menschen erreicht und aktiviert werden, die mit der klassischen Kommunikation unerreicht bleiben.

Ein grosser Vorteil der Social Media ist, dass sie viel kostengünstiger sind als die klassische Kommunikation. Hier sind kaum Streuverluste zu verzeichnen, denn egal ob wir nur gerade unsere Zielgruppe oder noch viele weitere User gleichzeitig erreichen, die Kosten bleiben gleich (niedrig). Diese Tatsache darf aber nicht dazu führen, dass die Zielgruppenanlyse vernachlässigt wird. Gerade im Web 2.0 ist die Ausrichtung auf eine Zielgruppe entscheidend. Auch wenn die Instrumente der Social Media dazu verleiten, die Kommunikation selbst in die Hand zu nehmen, gilt noch immer die Grundregel: Für professionelle Kommunikation braucht es immer Profis. Nicht zuletzt, weil die Entwicklung im Web 2.0 rasend schnell ist. Wer sich jetzt nicht mit den neuen Möglichkeiten des Internets befasst, wird unter Umständen in ein paar Jahren kaum noch aufholen können.

Social Bookmarks

Anna Quinche

Beratung / Mitglied der Geschäftsführung
Phone direct 032 588 22 03

Kommentare (0)

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.

Abbrechen Sende Kommentar...