Durch die ständigen Statusupdates ihrer "Community" lassen sich Nutzer von Facebook, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken über die Aktivitäten ihrer Freunde informieren. Das führt gemäss Verhaltensforscher immer häufiger dazu, dass User Angst davor haben, Dinge zu verpassen. Für das Phänomen gibt es bereits einen Namen: Die Abkürzung
FOMO steht für
"fear of missing out" - die Angst etwas zu verpassen. Hinter dem Begriff steckt die Befürchtung der User, falsche Entscheidungen darüber zu treffen, wie sie ihre Zeit verbringen, erklärt Psychologe und Verhaltensforscher Dan Ariely von der Duke University gegenüber der "New York Times".
Soziale Netzwerke informieren derart direkt und genau über Aktivitäten von Freunden, dass man - anders als bei einem Gespräch - zeitgleich erfährt, was passiert. Sieht jemand ein eben auf Facebook hochgeladenes Foto von Freunden, die ohne ihn eine Flasche Wein trinken, dann stellt er sich sofort vor, wie es wohl wäre dabei zu sein, so Ariely. Das wiederum sei die Motivation, auch selbst Fotos oder Kommentare über eigene Aktivitäten zu veröffentlichen, um nämlich das eigene Leben interessanter darzustellen.